Johannes von La Salle

Patron der Lehrer und Erzieher

  • Am 30. April 1651 in Reims (Frankreich) geboren
  • Mit 16 Jahren Domherr an der Kathedrale von Reims
  • Absolviert Studium der Theologie in Paris und Reims, um Priester zu werden
  • 1679 übernimmt er die Leitung einer Armenschule in Reims. Er kümmert sich nicht nur um die Erziehung der Schüler, sondern auch um die Ausbildung von Lehrern
  • 1680 La Salle nimmt "Armenschullehrer" in sein Haus auf und wird deshalb von seinen Verwandten und Freunden geächtet
  • 1684 gründet er den Schulbrüderorden, der bis heute weltweit - vor allem in den Entwicklungsländern - verbreitet ist
  • Am 7. April 1719 gestorben
  • 1950 Papst Pius XII. erhob den heiligen Johannes von La Salle zum "Patron der Lehrer und Erzieher"

Pädagogische Innovationen

Die Wirksamkeit De La Salles ist in mehrfacher Hinsicht innovativ. Er führt neue Lehr- und Erziehungsmethoden ein. So lernen die Schüler das Lesen in der Muttersprache Französisch, nicht mehr in Latein. Außerdem führt er den Gemeinschaftsunterricht ein und schafft neue Schultypen. Neben den Armenschulen gründet er auch höhere Schulen, die ohne Latein und Griechisch auskommen.

Auf Grund seiner pädagogischen Erfolge werden ihm auch schwierige Felder angetragen. So eröffnet de La Salle in seinen letzten Lebensjahren mit den Brüdern in St. Yon, dem neuen Zentrum der Gemeinschaft bei Rouen, ein Heim für straffällige Jugendliche. Auch die Ausbildung der Lehrer ist dem Pädagogen ein Anliegen. Er gründete das erste Lehrerseminar. Und um ihn entsteht eine Ordensgemeinschaft, die, ausschließlich aus Laien bestehend, sich ganz der Erziehungsarbeit widmen will.

Schulbrüder heute

Die Entwicklung in der Gesellschaft und in der Kirche erfordert im Sinne der lasallianischen Sendung, dass sich das Institut von der Dynamik unter den Partnern und Assoziierten herausfordern lässt. Die Brüder müssen sich immer wieder fragen, wie ihr "Zusammen und durch Vereinigung" in der Praxis aussieht. Diese Vereinigung muss für sie zu einer Quelle des Persönlichkeitswachstums werden, aus der die Solidarität mit anderen sich weiter entwickeln kann.

Es gibt Partner, die die Sendung der Schulbrüder in den verschiedenen Formen des Unterrichtes und der Erziehung, in der katechetischen Unterweisung und in anderen Formen apostolischen Wirkens mittragen und auf diese Weise verwirklichen. Die Weiterbildung von Brüdern und Partnern wird in den kommenden Jahren Priorität besitzen. So wird Vereinigung im Erziehungsdienst an den Armen als lasallianische Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gezielt ermöglicht.

Schulbrüder weltweit

Das Institut der Schulbrüder ist in 80 Ländern auf der ganzen Welt vertreten. In diesen Ländern werden gegenwärtig 933 Werke und Einrichtungen betreut. Viele dieser Schulen sind auf verschiedene Weise im pädagogischen Engagement tätig: Kindergarten, Volksschule, Hauptschule, Mittelschule, Universität.

Quelle: "Leben Und Wirken Des Johannes De La Salle"
Herausgeber: De La Salle Schule Strebersdorf (Wien)

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