Neustart im Fachbereich Chemie

Zu Beginn des neuen Schuljahres konnte der Chemiesaal nach 6 Monaten Umbaupause wieder für den Unterricht genutzt werden – wenn auch zunächst nur mit eingeschränkten Funktionen. Aber Tische, Stühle und die Tafel waren in Betrieb. Im Lauf der nächsten Wochen wurden das neue Lehrerpult mit Gas- und Computeranschlüssen, die Elektroleisten an den Seitenwänden und die Waschbecken an der Rückseite des Raums, beide für Schülerexperimente gedacht, sowie das Herzstück der Renovierung, der neue Abzug, in Betrieb genommen.

Die Renovierungsarbeiten waren notwendig geworden, da der alte Chemiesaal in keiner Weise mehr den modernen Sicherheitsbestimmungen entsprochen hatte und in ihm kein lehrplankonformer Unterricht mit Experimenten mehr stattfinden durfte.

Im neuen Chemiesaal ist die Sicherheit jetzt zum Beispiel durch einen zweiten Fluchtweg an der Rückseite des Raums gewährleistet. Um diese Tür einbauen zu können, mussten die vorher im Raum befindlichen Stufen weichen, sodass als Nebeneffekt ein flacher Saal entstanden ist, indem Schülerexperimente nun auch gefahrlos stattfinden können. Der neue Abzug verfügt über einen Wasseranschluss, an dem größere Apparaturen angeschlossen werden können, über einen Gasanschluss sowie über eine leistungsfähige Absauganlage, sodass Experimente mit giftigen Reaktionsprodukten, die im Lehrplan vorgeschrieben sind, nun auch wieder in Realität durchgeführt werden können und nicht nur durch Filme gezeigt werden. Eine fahrbare Sicherheitsscheibe, die bei Bedarf vor das Lehrerpult gefahren werden kann, vervollständigt die Ausstattung.

Nicht sichtbar und dennoch Teil der Neuanschaffungen ist außerdem der Gasflaschenschrank, in dem Druckgasflaschen aufbewahrt werden und der bei einem etwaigen Brand 90 Minuten dem Feuer standhält.

Die Fachschaft Chemie ist hochzufrieden mit ihrem neuen Arbeitsplatz und blickt zuversichtlich in eine experimentelle Zukunft. Ein besonderer Dank gilt dabei der Stadt Illertissen und dem Schulwerk der Diözese Augsburg, die die Finanzierung der Umbaumaßnahmen und der kostenintensiven Neuausstattung bereitwillig und unkompliziert übernommen haben.

Stefanie Mayer